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Callenbachs Familienbande
Bert Callenbach & Friends mit Eva Klesse (Drums) Jan Grepling (Saxophone, Flöte, Klavier, Gesang), Hagen Deichsel (Gitarre, Klavier, Gesang) und Yves Brettschneider (Bass, Gesang)
Sänger und Entertainer Bert Callenbach hat ein Problem. Seine Vorfreude auf einen gemütlichen Soloauftritt hat die überraschend angereiste Verwandschaft
zunichte gemacht. Doch um das jährliche Familientreffen, vor dem er sich gerne mal drückt, kommt er diesmal nicht herum. Und was noch schlimmer ist: die
musikalische Familienbande hat es sich in den Kopf gesetzt, unbedingt gemeinsam mit Callenbach auf der Bühne zu stehen, was dieser natürlich verhindern muss. Was dabei herauskommt, und wie
sich dieses unfreiwillige Familientreffen auf die Gemüter aller auswirkt, das erleben Sie in peppigen wie auch leisen Tönen auf der Bühne vom Frosch Café & Theater
Weitere Infos finden Sie unter: www.callenbachsfamilienbande.de
LVZ am 28.03.2009 Verfrühte Feier mit Musik „Callenbachs Familienbande“ im Froschcafé
Wenn die bucklige Verwandtschaft anrückt, bekommt so manch einer Panik: Vorbei ist’s mit der um sich selbst kreisenden Behaglichkeit und jedem Anflug von wohligem Narzissmus. So ging es auch Bert
Callenbach, der in der jüngsten Froschcafé-Premiere am Donnerstagabend von seiner eigenen Sippe, „Callenbachs Familienbande“, heimgesucht wird.
Schlimmer noch als ihr bloßes Erscheinen ist, dass die ihm glatt die Show stehlen, die als Soloprogramm gedacht war. Denn eigentlich wollte Callenbach sich selbst im Rampenlicht als smarter Entertainer
vorführen. Aber kaum ist er musikalisch mit „Fly Me to the Moon“ zu einer stilvollen galaktischen Reise aufgebrochen, da stolpern auch schon vier abgerissene Jungs und ein Mädel herein und stören
bereits visuell empfindlich die mondäne Nadelstreifenoptik. Wie sich herausstellt, handelt es sich um die verfrüht zur jährlichen Familienfeier angereisten Geschwister des Herrn C., so dass der Abend zur
Familienparty gerät. Sie erdreisten sich überdies, in die Saiten und Tasten der zahlreich vorhandenen Musikinstrumente zu greifen.
Und siehe da, sie haben was auf dem Kasten. Das Schwesterchen zeigt’s am Schlagzeug, die anderen an Saxophon, Keyboard und Bass – da wird gerockt und gebluest, bis die Wände wackeln, und gesungen
wird über alles. Von der Pubertät bis zur ersten Tasse Tee mit der zaghaft angehimmelten Freundin und
zur zweiten und dritten Liebe. Und nach etlichen spitzen Verbalangriffen versöhnt sich Herr C. mit der Mischpoke, macht seinen Frieden mit der Verwandtschaft und bescheinigt ihnen allen, was sie mit Fug
und Recht von sich selbst behaupten: Ich hab den Drive im Schweif, ich hab den Song im Karton! Musikalisches Talent, das muss man bestätigen, haben sie alle – Eva Klesse, Jan Grepling, Hagen
Deichsel und Yves Brettschneider, mit denen der Abend steht oder fällt. Er steht. Juliane Lochner
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