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Freikörperkultur Musiktheater mit Details
mit Katrin Troendle und Bert Callenbach
Uli Singer an der Gitarre und Jan Mareck am Piano
Freikörperkultur – das steht für Freiheit spüren, Körper sehen und Kultur erleben. Aber für manch anderen bedeutet FKK nix anderes als Sonnenbrand, Spanner und Schamgefühl.
Folgen sie Katrin Troendle und Bert Callenbach zu verbotenen Plätzen. Lassen sie den Alltag hinter sich und legen sie ab… machen sie sich frei… werfen sie alles von
sich! Troendle / Callenbach zaubern - unterstützt von ihren Musikern und Beachboys Uli Singer und Jan Mareck - jede Menge skurrile nackte Tatsachen aus ihrem musikalischen
Kulturbeutel. Nahtlos gebräunt nehmen Troendle/Callenbach Sie zu einem musikalisch-witzigen Streifzug durch die Welt der Nudisten mit. Buchen Sie bei Stewardess Troendle
einen Nacktflug, sein Sie dabei wenn der Sohn vom Vorsitzenden des Nudistenclubs sich weigert blank zu ziehen und wenn ein polnisches Ehepaar seine Tochter am FKK-Strand
entdeckt oder maulende Rentner durchs Publikum stiefeln. Turbulent witzige Szenen und Kostümwechsel (Ja, es gibt Kostüme!) gepaart mit Satzgesang und hitverdächtigen Ohrwürmern.
Begleiten Sie unsere Künstler im Rahmen des Frosch Café Sommertheaters 2009 durch eine Welt voller Wunder, Musik, Komik und nackter Tatsachen am Leipziger Palmengarten.
Idee und Produktion: Troendle/Callenbach Regie: Wolfgang Gerber Kostüme: Constanze Dinnebier Choreografie: Mareike Eisermann
Bühnenbauten: Waldi Gehle und Holger Gansauge Programmfoto: Olaf Martens
Frosch Café Sommertheater am Palmengarten www.palmengarten-leipzig.de
Jahnallee 52, 04177 Leipzig... Alte Gastankstelle zwischen Kleinmesse und Angerbrücke bis zum 16.08., danach noch 4 Termine im Frosch Café...
Alle Termine 2009 mit Freikörperkultur:
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Montag
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Dienstag
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Mittwoch
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Donnerstag
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Freitag
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Samstag
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Sonntag
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20.00 Uhr
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20.00 Uhr
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20.00 Uhr
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20.00 Uhr
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20.30 Uhr
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20.30 Uhr
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18.00 Uhr
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12. Aug. 09
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13. Aug. 09
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14. Aug. 09
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15. Aug. 09
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16. Aug. 09
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19. Aug. 09
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20. Aug. 09
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21. Aug. 09
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19. Okt. 09
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Varieté Online 04. Juli 2009 von Anja Busse Freikörperkultur – Das Sommertheater im Palmengarten Varieté
Wie kann es sein, dass ein kleines Stückchen Stoff so einen großen Unterschied macht? Die richtige Badebekleidung definiert gesellschaftlichen
Status, erotisches Mysterium und kann den Träger sogar vor 100 Tagen Gefängnisstrafe bewahren. Das lernen wir im neuen Sommertheater-Programm des Leipziger
Palmengarten Varietés, das am 1. Juli Premiere feierte. Die Leipziger Entertainer Katrin Troendle und Bert Callenbach laden in diesem Sommer an den Strand ein und
karikieren ideenreich das menschliche Spektrum zwischen künstlichem Schönheitswahn und anarchistischer Naturbelassenheit. Musikalisch und darstellerisch
tatkräftig unterstützt von Uli Singer an der Gitarre und Jan Mareck am Piano zelebriert das Duo einen herrlichen Balanceakt auf dem imaginären Absperrzaun zwischen
FKK- und Textilstrand. Auf beiden Seiten dieser Trennlinie begegnen dem Publikum bisweilen stark überzeichnete Charaktere vom Spanner, der mit seinem Fernglas den
Zuschauern direkt in den Ausschnitt fällt, bis hin zur Schwimmlehrerin, die Ihren Schützlingen mit Megaphon und Exhibitionismus zu Leibe rückt. Dem ungehemmten
Sommerspaß tut das aber keinen Abbruch. Im Gegenteil, die Besessenheit mit der sich Troendle und Callenbach in Ihre Figuren stürzen, lässt den Funken zum Publikum
überspringen. Das eingespielte Duo brilliert als in die Jahre gekommenes Nudisten-Ehepaar, das völlig aus der Fassung gerät, weil der geliebte Sohn (herrlich
bockig verkörpert von Jan Mareck) unbedingt die Klamotten anbehalten will und sich für seine Eltern schämt. Im zweiten Teil des Abends gehen die Akteure der Show
mit der ersten Nackt-Fluglinie sogar in die Luft und mit Hilfe von körperformenden Body-Suits ganz schön aus dem Leim. Troendle besingt als lispelnde Blondine
ihren innigen Wunsch das aus der Mode gekommene Arschgeweih los zu werden, um sich endlich wieder tatoofrei an den Nacktbadestrand zu trauen. Callenbachs Alter Ego
Gundula Hackeschmidt legt erst einen sexy Striptease hin, um sich dann als Rettungsschwimmerin beherzt ins Publikum zu stürzen, mit der gesungenen Androhung: „Ich
rette dich, ob du das möchtest oder nicht.“ Ein Programm so wunderbar leicht, prickelnd und ungefährlich wie ein Glas Sommerbowle. Bunt und voller verschiedener
Geschmacksrichtungen, in dem garantiert jeder ein leckeres Früchtchen für sich findet.
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LVZ 03. Juli 2009 von IRENE MÜLLER Unterhaltsame Premiere am Palmengarten
Pünktlich zum echten Sommeranfang in Leipzig feierte am Mittwoch „Freikörperkultur“ Sommertheater-Premiere am Palmengarten. Am Ende eines heißen
Tages führten Katrin Troendle und Bert Callenbach mit der Unterstützung des Gitarristen Uli Si
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Ja, sie sind es: Bert Callenbach (links) und Katrin Troendle, fast nackt. Foto: André Kempner |
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nger und des Pianisten Jan Mareck vor einem gut gelaunten Publikum den revueartigen Reigen aus kurzen Szenen mit
etlichen Kostüm- und Rollen-Wechseln und zahlreichen Musik-Nummern auf.
In grünen Gartenstühlen unter einem großen Ahornbaum hat ein bunt
gemischtes Publikum Platz genommen. Die unaufdringlich mit einem Holzzaun, Fischernetzen und einem Wandbild aus Meer, Strand und
Palmen ausstaffierte Bühne und die leichten Gitarren-Rhythmen sorgen zunächst für sommerliche Urlaubsstimmung. Dann betritt
Matthias Bremke, Inhaber des Palmengartens, die Bühne und formuliert mit lebendigem Besitzerstolz das Ziel dieser noch immer
jungen Spielstätte zwischen Kleinmesse und Angerbrücke, die kurz vor der endgültigen Fertigstellung steht: „Wir wollen gute Unterhaltung
für jede Altersgruppe und für jeden Geschmack bieten.“ Dass man hier im zweiten Jahr mit Herzblut bei der Sache ist und einen
Sinn für Dienstleistung hat, das ist spürbar und schafft eine erfrischende Wohlfühl-Atmosphäre. Wen stört es da, dass das
Programm erst 20 Minuten später als geplant beginnt? Premieren sind selten pünktlich. Mit angenehmer Leichtigkeit und ohne verkrampften
Perfektionsanspruch werden Lieder und Übergangsszenen aneinander gereiht, immer auch mit einem zwinkernden Blick ins Publikum, wenn
Callenbach kiebitzende Zaungäste begrüßt oder mit einem Fernglas die ersten Reihen näher beäugt. Das ist
eine harmlose Interaktion mit dem Publikum, vor der keiner Angst zu haben braucht. Das Duo wechselt in
Windeseile von Rolle zu Rolle – seine Kostüme (Constanze Dinnebier) und auch die veränderte Sprechweise unterstützen die oft sehr klischeehaften Charaktere.
Die Blondine mit ihrem Arschgeweih im Leopardenlook, die Polin im weiten Rock und grellfarbener Jacke, der
prollige Bayer im Designerhemd oder die militärische Bademeisterin im Öko-Eva-Kostüm. Aber was soll’s:
Übertreibung macht anschaulich. Ohnehin verraten Mimik, Körpersprache sowie die ironie- und geistreich
gereimten Liedtexte aus eigener Feder Spaß machende Liebe zum Detail: „Sie ist die Tochter eines
Schönheits-Chirurgen, und von dem wird sie immer schön glatt gezogen“, „maulende Rentner sind ein Gruß
von Zuhaus’“ oder „warum badest du im Rum rum“ sind schmissige Ohrwürmer.
Als sich das etwa zweistündige Programm dem Ende zuneigt, tänzelt ein Kellner vor Freude am Bühnenrand zur
Musik mit. Schnell und ungezwungen werden dann nach dem fröhlichen Applaus Sektgläser im Publikum
verteilt, um mit allen auf den rundum schönen Abend anzustoßen. Für den Moment ist das Ziel erreicht: In dem
zweifellos kurzweiligen Programm gefällt vielleicht nicht alles jedem, aber für jeden ist etwas dabei. Die ganze
Zeit über hört man glucksendes Kichern aus allen Winkeln des Publikums. |
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