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RETTER DEM DATIV!
Lightkultur für Eingeborene
mit Evelyn Wendler und Peter Hoffmann
Am 15. September 2006 war eine wunderschöne Premiere im darmstädter halbNeun Theater - und neben vollen Häusern freut uns
mächtig, dass die mächtigen Fachkollegen des Wortes, unsere Kritiker, sich mächtig einig sind: Lobend. Klar, was sonst :) Auch wenn sie dazu
neigen unseren Titel in 'Rettet dem Dativ' zu verschlimmbessern. Aber das täte uns nicht weiter stören.
Muttersprache und Vaterland, das sind ungeliebte Eltern.
Evelyn Wendler und Peter Hoffmann beschäftigen sich in ihrem 16. Kabarettprogramm mit einer Sprache, die ausgesprochen schwer, und der Verständigung darin, die unmöglich geworden ist; zum Beispiel
zwischen Mann und Frau. Mit Deutsch haben wir aber immer auch einen Haufen Kultur und Geschichte an der Backe; und keiner weiß, ob die Backe neben dem Mund oder tiefer liegt.
Frau Wendler möchte mehr Ausländer einbürgern, Herr Hoffmann mehr Inländer ausbürgern. Dabei - bilden wir uns
nichts ein - können sowohl die Ausgebildeten als auch die Eingebildeten ungebildet sein. Er ist ein straighter Fighter
gegen Anglizismen, sie befindet nonchalant: das geziemt sich nicht. Sie als Germanistin weiß, er als Eingeborener fühlt
- anders. Zwischen Rechtschreibreform und Mehrsprachigkeit werden kommunikative Gräben ausgehoben.
Zwischen Satz und Sieg ist Ihr Urteil gefragt, die Leitkultur führt ins Nicht ´s - und genau da wartet Kabbaratz. Auch
wenn sich die beiden auf der Bühne wieder gegenseitig das deutsche Leben schwer machen, einer hat ´s leicht: das Publikum. Es ist den ganzen Abend über voll integriert.
PRESSE "Unter dem Motto 'Retter dem Dativ' belegten sie, dass Humor eine Lebenshaltung ist, die der Tragik Witz
abgewinnt. Wendler und Hoffmann hoben sich mit philosophisch untermauertem Spaßfaktor deutlich ab von komödiantischen Plaudertaschen." (Darmstädter Echo)
"Kabbaratz sind schon vom Goethe-Institut für gut befunden worden, um im Ausland Programm für Deutschsprachige zu machen. Das könnte ihnen mit 'Retter dem Dativ' wieder passieren. Schließlich ist
Deutsch eine schöne Sprache, schade, dass sie so wenig benutzt wird.'" (Frankfurter Rundschau)
"Spätestens bei den 'Ghostsciences', den Geisteswissenschaften, ist die Liebe zu 'Kabbaratz' besiegelt. Unbedingt wiederkommen." (Taunuszeitung)
"Angeheizt von akrobatisch-groteskem Wortwitz kollabierte die Kommunikation des Kabarettistenduos nach knapp zwei Stunden auf dem Feld der deutschen Grammatik. Im Würgegriff von indirekter Rede,
substantiviertem Adjektiv, Indiaktiv und Konjunktiv musste Hoffmann am Ende des mit viel Beifall bedachten Kabarettabends schließlich kleinlaut zugeben: 'Ich täte gerne aufhören wollen!"
(Neckarbischofsheimer Nachrichten)
"Mit ihrem neuen Programm hat sich Kabbaratz eine Steilvorlage für gekonnte kabarettistische Ergüsse geschaffen." (Bergsträßer Anzeiger)
„Immer zum Lächeln, doch genial gut sind sie, wenn wirklich das Wort im Mittelpunkt steht. Wenn Peter
und Evelyn mit ausgebildeter Stimme und gebildetem Kopf die Wortspiele auf die kabarettistische Spitze treiben.“ (Badische Neueste Nachrichten)
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