|
Songs und Melodien aus meinem Herzen
einmal um die Welt mit Ming Cheng und seinem Salonorchester “Shanghai Express”
Ming Cheng nimmt Sie mit auf eine musikalische Weltreise. Sie hören Melodien aus fast allen Teiles der Erde, von „Wiener Blut“
über den „Japanischen Laternentanz“ bis zum „Argentinischen Tango“ und selbstverständlich auch Klassisches aus China. Natürlich wird Ming Cheng Sie auch in gewohnt lakonischer und eloquenter Art
durch den Abend führen.
1981 in einer kleinen Stadt in der chinesischen Provinz Anhui geboren, lebt Ming Cheng seit sechs Jahren in Leipzig. Mit seiner
außergewöhnlicher Stimme und Charme verzaubert er sein Publikum. Ungewöhnlich, heiter und berührend.
LVZ am 29.02.2008
Der Chinese, der das R spricht, singt und rollt Ein neuer Publikumsliebling: Ming Cheng im Frosch-Café
Leipzig hat einen neuen Publikumsliebling: Ming Cheng. Der Informatikstudent und Sänger demonstrierte am Mittwochabend im Frosch-Café, wie unterhaltsam ein Liederabend
sein kann. Natürlich und selbstbewusst interpretiert er Chansons und Schlager von Marlene Dietrich und Hildegard Knef, von den Comedian Harmonists und Max Raabe, aber auch Texte von Brecht und Goethe.
Und von wegen Chinesen könnten kein R sagen – Ming Cheng spricht, singt und rollt es, als wäre er den Goldenen Zwanzigern
entsprungen. Im Frack steht er auf der Bühne, einen Zierstock in der Hand und spielt souverän mit seiner Stimme. Der klitzekleine
chinesische Akzent verstärkt die Wirkung noch. Ebenso die lockere, intelligente Moderation. Cheng stellt die Lieder vor, sagt
etwas zu den Sängerinnen und Sängern der Originalversionen und bietet so Kultur im besten Sinne.
„Was ist man ganz ohne Liebe“, fragt der Entertainer seine Pianistin Conny Schäfer. „Woher soll ich das wissen“, entgegnet die.
Dann fordert er das Publikum auf, ein chinesisches Lied nachzusingen. Die Leute versuchen sich tapfer, aber es ist nur ein Test.
„Muss i denn, muss i denn zum Städtele hinaus“ folgt, und die Männer und Frauen an den Tischen bilden einen spontanen Chor. Elvis hat seine Fans einst auch mit genau diesem Lied gefangen genommen!
Und wie der große Rock’n’Roller verfügt Ming Cheng über eine komödiantische Ader. So hält er sich die Nase zu, um ein
Grammophon zu imitieren. Und in der „Bierchenpause“, wie er sie nennt, mischt sich der Mann von der Bühne unter die Gäste,
bekommt Komplimente, muss gar Autogramme geben, um anschließend noch einmal alle Register zu ziehen.
Auf Conny Schäfers „New York, New York“-Variante – die Frau gibt Klavier- und Gesangsunterricht – pfropft er gekonnt und
überraschend Max Raabes Hit „Kein Schwein ruft mich an“. Und in der Zugabe erklingt ein Countertenor-Part aus „Carmen“; im
Duett mit seiner Begleiterin erklärt Ming Cheng, dass „Die Liebe vom Zigeuner stammet“. Das Publikum will seinen neuen Liebling
nicht gehen lassen, und der verspricht: „Ich sag’ nicht Adieu, nur Auf Wiederse- hen …“ Bert Hähne
|