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Am Palmengarten

Ming Cheng Isch singen deutsch
(Made in China)

Quatsch und Tratsch Lieder
mit Ming Cheng
und
Jenny Lübke am Piano

Ming Cheng, der gebürtige Chinese, der in Leipzig studierte Sinologe und Informatiker, steht seit 3 Jahren als Autodidakt auf deutschen Bühnen und singt. Und wie!

Mit seinen Programmen hat er immer wieder für Verblüffung gesorgt. Man war sich einig: „Er hat das Talent zum ganz großen Star“ (ARD Brisant). Von  Lübeck zum „Schleswig-Holstein-Musik-Festival“, über Leipzig  bei den „Classic Open“ bis zum Mainzer „Unterhaus“, überall sorgte Ming Cheng für Begeisterung. Sein Repertoire reicht von Zarah Leander, Marlene Dietrich und  Hildegard Knef bis Udo Lindenberg und Udo Jürgens, vom Chanson über Operette bis zum Schlager.
Aber jetzt sagt Ming: „Ich bin so scharf auf Erika“. Warum? Weil er mit seinem chinesischen Humor deutsche Klatsch-, Tratsch- und Quatsch-Lieder entdeckt hat. Wie man im Bett durch Tomaten-Essen abnehmen kann, warum sein Papagei keine harten Eier frisst, wieso er mit seiner Klara ausgerechnet in die Sahara fährt und warum Theben für Memphis genau das, was zur Wurst der Senf ist und wie einem Pharao gehackte Mumie mit Spinat schmeckt. Warum seine Freundin Sissy ihre eigene Oma ist und warum eine Frau kein Verhältnis haben soll und dass Goethes „Heidenröslein“ pure Erotik ist.

Natürlich singt er auch „seine“ Klassiker von "Ich tanze mit dir in den Himmel hinein" über „Oh Donna Clara" bis zu „Mein kleiner grüner Kaktus“. Als exotische Schmeckerchen singt er auch Rumba und Tango a la Chinese aus den 30er Jahren, aber im Übrigen ISCH SINGEN DEUTSCH

MDR Artour: „Ming Cheng - das ist Erfolg Made in China.“     www.MingCheng.de

LVZ am 26.01.2010 geschrieben von Juliane Lochner

Von Heideröslein und Rindern
Ming Chengs neues Lieder-Programm "Isch singen deutsch" im Frosch-Café

Da ist er wieder vor seinem Leipziger Ur-Publikum gelandet, zielgenau im Frosch-Café, wo er bereits vor einiger Zeit schon die Zuschauer hat Blut lecken lassen: Ming Cheng, Informatiker, Sinologe, Übersetzer, Dolmetscher und - Chansonnier. Am Sonntagabend feierte er mit seinem neuen Programm "Isch singen deutsch" Premiere.
Ausgerechnet die alten deutschen Schlager hat er sich auserkoren, um an ihnen sein umwerfendes Talent als Entertainer und Sangeskünstler zu erproben. Oder haben die Lieder ihn, den Chinesen, gesucht, um eine ungeahnte kosmopolitische Dimension aufleuchten zu lassen, die sich in diesen ach so banalen, ach so unsterblichen Hits verbirgt? Keck genug ist Ming Cheng, auch äußerlich Gemeinsamkeiten mit den altvorderen Stars der Deutschen herzustellen: "Was habe ich mit Heinz Rühmann gemeinsam? Wir sind etwa gleich groß." Und dass er auch den Geist jener Evergreens erfühlen kann, das singt er, am Klavier emsig und furios begleitet von Jenny Lübke, mit seiner variationsreichen Stimme ganz einfach vor.
Macht man die Augen zu, meint man Max Raabe oder die Knef zu hören; macht man sie auf, sieht man eine zarte androgyne Gestalt, die einen vor das Rätsel stellt: Welche Schicksalsfee hat ihm seine Berufung aufgezeigt? Ming Chengs ganz große Verehrung gilt Marlene Dietrich: Während des Deutschunterrichts am Herder-Institut hat er sich vernarrt in sie, und diese Liebe hat ihm den Weg gewiesen zu seinem Stil und dem Repertoire, mit dem er heute glänzt.
Die Quatsch-, Klatsch- und Tratschlieder (reimt sich alles einwandfrei bei Ming Cheng), die zu hören sind, haben diesmal nicht nur mit Tante Paula und Donna Clara, sondern auch mit Pflanzen (Rosen, Tomaten und einem gewissen kleinen Kaktus) und Tieren (Rinder, Schweine, Federvieh) zu tun, auch Goethes Heideröslein lässt sich darunter einordnen - wenn auch ausgerechnet das nicht zu den Höhepunkten zählen mag. Durch 1000 liebenswerte Nebensächlichkeiten gleitet das Programm.Und den Künstler führt es ganz sicher auf dem Weg zum großen Erfolg wieder ein Stückchen weiter.
Auch Rühmann würde in die Bildbox passen: Er und Ming Cheng sind etwa gleich groß.