|
Die letzte Nacht auf der TEATANIC
Musiktheater mit Diva Schmoll & Diva Toll
Eine musikalische Rettung
Stellen Sie sich vor, Sie gewinnen eine Traumreise
auf einem Luxuskreuzfahrtschiff. Genau dies ist unseren bezaubernden und stimmgewaltigen Gesangsdiven widerfahren.
Kaum an Bord jedoch nimmt das Schicksal seinen Lauf! Das die Damen in die 3. Klasse verbannt werden ist nur der Auftakt zu ungemein verhängnisvoll - komischen Ereignissen.
Doch soll die Glut ihrer herrlichen Stimmen nicht selbst Eisberge zum Schmelzen bringen?!
Gesang: Gabriele Schmidt und Constanze Hirsch Piano: Franz Becker
Teatanic - Das klingt nach Weite des Meeres, nach Urlaub der Extraklasse, nach reichen betagten Herren
die ihr Vermögen liebend gerne jungen begabten Künstlerinnen zur Verfügung stellen.... Alles nur ein Traum?! Keineswegs, denn für unsere schönen und stimmgewaltigen Sängerinnen Diva Schmoll und Diva Toll wird dieser Traum Realität. Sie gewinnen eine Fahrt auf dem berühmten Kreuzfahrtschiff TEATANIC! Voller Elan und Vorfreude stürzen sie sich in Vergnügen. Und dass es bei dieser Reise zu allerelei
Verwicklungen, Überraschungen und Turbulenzen kommt, ist ja wohl ausdrücklich erwünscht. -Untergang nicht ausgeschlossen -
Mit unvergessenen Evergreens, Songs aus der Welt des Musicals, Ohrwürmern aus Operette und
Chanson stechen die beiden charmanten Damen in See!
Also fahren Sie mit und gönnen Sie sich diese Kreuzfahrt der Extraklasse - Eisberg inklusive -
Leipziger Volkszeitung 16./17.07.05 Auf den Schößen der Gentlemen
Nicht jedes Preisausschreiben offenbart am Ende auch einen Gewinn, der diesen Namen verdient. Dies
muss auch das Diven-Duo Schmoll und Toll in ihrem neuen musikalischen Sommertheaterstück "Die
letzte Nacht auf der Teatanic", das am Mittwoch im Café Mule Premiere feierte, ernüchtert feststellen.
Da haben die beiden Grazien die schönsten Präservative außerhalb der Privatsammlung von Hugh Hefner
geklöppelt, deshalb zwei Plätze auf dem Luxusdampfer "Teatanic" gewonnen, doch anstatt in der ersten
Klasse Stößchen und Küsschen an betagte Millionäre verteilen zu können, müssen sie von der dritten aus Kartoffeln schälen oder Bidets auf Hochglanz polieren. Manch einer mag sich damit abfinden, es als
Lebenserfahrung abhaken. Doch Menschen vom Schlage einer Diva - jenen überdrehten, selbstverliebten, schon im Wiegenalter mit extravaganter Stimme und latentem Hang zu überteuerten
Konsumgütern ausgestatteten Geschöpfe - können das beim besten Willen nicht hinnehmen. Schon gar nicht das Kommando Schmoll und Toll. Gesellschaftlicher Status ist schließlich keine Frage des
Stammbaumes - sondern der Penetranz. Was folgt, ist ein wahrer Gesangskampf, der beide mehrfach fast auf den Schoß des einen oder anderen privilegierten Oberklassen-Gentlemen und somit zur
ersehnten Altersvorsorge führt. Doch auch Freundsdchft ist oftmals nur ein Wort, und nichts können die beiden besser als sich gegenseitig die Tour zu verderben.
An Bord der Teatanic beweisen Gabriele Schmidt (Schmoll) und Constanze Hirsch (Toll) wie schon beim
"Unmoralischen Angebot" ihr großes komödiantisches Talent, rufen die filmischen Verwechslungskatastrophen eines Billy Wilder oder den mimischen Schockzustand eines Luis de Funès
in Erinnerung, wie auch die Größe diverser Song-/Melodielegenden - in textlicher Neubearbeitung und in
Begleitung von Christoph Schlütter am Piano. Toll, wie Schmoll eine Ode an den adretten Kapitän singt
und dabei ein gerupftes Gummihuhn vor sich her trägt; wundervoll, wie Toll ihrem verbiesterten Neid auf ihre Kollegin mit einer zum Standbild eingefrorenen Grimasse Ausdruck verleihen kann.
Und ja, natürlich ist der obligatorische Eisberg nicht fern. Und ja, natürlich werden sich beide in dessen
Angesicht an die Reling stellen und "My Heart will go on" schmettern. Das haben zwar schon viele vor ihnen getan, aber auch das hat bei Schmoll und Toll seinen Reiz.
|