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Diva Schmoll & Diva Toll ...und ein unmoralisches angebot Musiktheater
mit Diva Schmoll (Gabriele Schmidt) und Diva Toll (Constanze Hirsch)
am Piano: Ein ganz toller Pianist
Ein herzerfrischendes Stück über Irrungen und Wirrungen der Liebe, die auf beruflichen Ehrgeiz trifft, aber zugleich eine charmantfreche und selbstironische
Betrachtung des Showbiz. Als mit allen Wa ssern gewaschene Diven treten die beiden Sängerinnen gegeneinander an. „Die Männer sind alle Verbrecher...“ ...und
die Damen, zu wilder Rache entschlossen. Da kommt ein neuer Anruf vom Chef und sie bekommen doch wieder weiche Knie. Zitat Presse: „Ein Knüller, der noch viele Liebhaber von
gepflegtem Musik-Kabarett begeistern wird“ www.schmoll-toll.de
Akt I
Zwei Diven zwei Briefe!
Doch oh Schreck, nur allzu schnell stellen die Damen fest, dass die Briefe selben Inhalts sind und das gleiche, allerdings äußerst verlockende Angebot des Regisseurs John Fallstaff enthalten.
Ginge man auf das Angebot ein, so wäre der Lohn groß, doch Damen halten bekanntlich zusammen, besonders wenn es um die "Weiberehre" geht. Also wird mit einem feierlicher Eid die
Standhaftigkeit der Damen und der Untergang des verruchten Regisseurs beschworen.
Akt II
Doch wie es sich schnell herausstellt kommt alles anders, und besonders anders, als die Diven es sich dachten!
Rache hin, Rache her, jetzt bleibt den Beiden als letzter Ausweg nur noch die Möglichkeit theatralisch zusammenzubrechen.
Doch sofort richten sich die Damen gegenseitig wieder auf, ist man sich doch zu gut für solch ein
Intrigenspiel. Nun ist es aber auch endlich Zeit für die große Versöhnung und die Moral von der Geschicht. Doch da hat Maestro Tasta-Thur noch eine Überraschung ...
© Leipziger Volkszeitung vom Donnerstag, 31. Juli 2003
"Unmoralisches Angebot" an hinreißende Zicken
Was macht eine Sängerin zur Diva? Gezeter mit erhobener Nasenspitze, Selbstbewusstsein in
Dimensionen des Hohen C und eine Aura von Glamour. Diva Toll (Gabi Schmidt) und Diva Schmoll (Constanze Hirsch) erfüllen diese Kriterien beim Sommertheater in der Villa Rosental -
jede auf eigene, vorzügliche Weise. Intrigen, Glitzerkostüme und "Ein unmoralisches Angebot" gab es bei der Premiere am Mittwoch. Oder eher zwei unmoralische Angebote, denn Schmoll und Toll
bekommen jeder einen Brief von Regisseur Falstaff, der ihnen bei Schäferstündchen eine Hauptrolle in der nächsten Oper verspricht.
Mit viel Selbstironie singen die Diven von der Liebe, verbünden sich gegen die "verbrecherischen
Männer" oder liefern sich mit tirilierenden Tönen reinste Zickenduelle. Dabei bedienen sie sich eines Liederarsenals aus Zauberflöte, Musical, Operette und Chanson. Herr Tastatur alias (der
Name des Pianisten fiel leider der Zensur zum Opfer) spielt dazu nicht nur die Begleitmusik, sondern muss auch als Streitschlichter einspringen oder als falsche Frau zum Rendezvous mit
Falstaff gehen. Wundervoll pikierter Gesichtsausdruck wechselt da mit schüchternem Schuljungengehabe.
Um die Gunst des Publikums buhlen die beiden Sängerinnen mit Charme und frechen Texten.
"Warum soll eine Frau kein Verhältnis haben?", fragt Diva Toll kokett und rollt vielsagend mit den Augen. Mit ihrer exponierten Mimik gelang es ihr, verschiedene Gemütszustände in komisch
-übertriebener Weise darzustellen. Selbst beim "Schwibbs" bewahrte sie Stil. Der Höhepunkt: ihre
Parodie auf das schleimerische Vorsprechen am Theater. Das Lied "Ich habe die Liebe in meiner Tasche" gab sie dabei gleich in drei Versionen: als zünftiges Wiener Mädel, als ungarische
Zigeunerin oder Moulin-Rouge-Französin. Göttlich die nasal-gesäuselten Laute ...
Das Trio Schmoll, Toll und Tastatur verspricht Theatralik bis zum Umfallen - oder das Zwerchfell reißt!
Nina May
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